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Pape beweist in der Schlussminute Nervenstärke

Luka Papke (links) sorgte mit einem Doppelpack für den zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich des JFV A/O/Heeslingen. Foto: Krause

A/O/Heeslingens U17 feiert dank eines verwandelten Last-Minute-Foulelfmeters einen 4:3-Sieg bei Eintracht Braunschweig II

BRAUNSCHWEIG. Sieg in letzter Sekunde: Die U17-Fußballer des JFV A/O/Heeslingen gewannen am Sonnabend das Niedersachsenliga-Spitzenspiel bei Eintracht Braunschweig II mit 4:3 (2:3).

Eintracht Braunschweig II – JFV A/O/Heeslingen 3:4
Es war ein bitteres Ende für die Gastgeber, die so lange so stark gespielt hatten. „Wir haben uns zwei Wochen auf dieses Spiel intensiv vorbereitet, und dann verlieren wir leider auf so eine Art und Weise – schon sehr, sehr ärgerlich für uns“, so Eintracht-Coach Slavomir Lukac.

Was war passiert? Es lief die letzte Minute in diesem hochklassigen, aufregenden Spitzenspiel, da wurde JFV-Akteur Jalte Röpe im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Der Unparteiische Nils Schmidt entschied auf Elfmeter – eine umstrittene Entscheidung, denn aus Braunschweiger Sicht war der Ball zuvor im Aus gewesen.

Und nun kam der große Moment des Luca Pape. Sechs Strafstöße hatte der 16-Jährige in dieser Saison schon verwandelt, und auch in diesem so richtungsweisenden Spiel behielt er die Nerven, verwandelte sicher zum späten 4:3-Siegtor. Ein Erfolg, der den Gästen im Titelrennen weiterhin alle Möglichkeiten offen lässt. „Das war am Ende ein überragendes Spiel von uns“, lobte JFV-Coach Tjorben Becker. „Wir haben heute nochmals drei richtig wichtige Punkte geholt.“

Dabei sah es in der ersten halben Stunde ganz schlecht aus für die Gäste. A/O/Heeslingen hatte vor allem große Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Braunschweiger, die durch Tore von Ajdin Becovic (17.) und Yoost Diezemann (23.) auf 2:0 vorlegten. Es war zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung für den Eintracht-Nachwuchs. „Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich sehr gut agiert“, lobte dessen Trainer Lukac.

In der 30. Minute spielte sich zudem eine Szene ab, die zumindest aus Sicht der Gastgeber sehr umstritten war. JFV-Torwart Alexander Stripling sah nach einem Foul am eigenen Strafraum die Gelbe Karte. „Aus unserer Sicht war der Heeslinger Keeper bei dieser Aktion der letzte Mann. Aber gut, der Unparteiische hat anders entschieden“, so Lukac.

Doch in der Folgezeit zeigte die Becker-Elf, was sie alles auszeichnet, warum sie bisher so eine herausragende Saison spielt. Zwei Minuten nach dem Stripling-Foul zeigte JFV-Offensivspieler Justin Spremberg seine ganze Klasse, setzte sich auf der Außenbahn großartig durch, passte in die Mitte und Rudi Krivoscheev verkürzte auf 1:2 (32.).

Zwar gelang Maksim Rajkovic bereits im Gegenzug das 3:1 für die Eintracht (33.), doch das Becker-Team ließ sich auch davon nicht beirren. Wieder war Justin Spremberg entscheidend daran beteiligt. Erneut hatte sich der JFV-Angreifer erfolgreich auf der rechten Außenbahn durchgesetzt und damit das 2:3 durch Luka Papke vorbereitet (35.). „Das waren zwei wirklich überragende Vorlagen von Justin“, lobte Trainer Tjorben Becker.

Den ersten Abschnitt hatten noch die Gastgeber dominiert, in der zweiten Halbzeit übernahm das Becker-Team die Kontrolle. „Wir haben nun deutlich das Spiel bestimmt“, so der JFV-Coach, dessen Mannschaft sich im Laufe dieser zweiten 40 Minuten mehrere gute Gelegenheiten herausspielte.

Doch auch der Gegner blieb jederzeit gefährlich. Die Eintracht hatte ebenfalls drei, vier hervorragende Möglichkeiten. „Da hatten wir in einigen Aktionen wirklich Glück“, so Becker, dessen Team zehn Minuten vor dem Ende der 3:3-Ausgleich gelang. Nach einer Unsicherheit von Eintracht-Keeper Tjure Ole Heidrich, der den Ball nicht festhalten konnte, erzielte Luka Papke per Abstauber seinen zweiten Treffer (70.).

Am Ende schien alles auf ein Remis hinauszulaufen. Doch dann sollte das späte Happy End für die Gäste durch das Last-Minute-Tor von Luca Pape folgen. „Glückwunsch an Heeslingen“, so Eintracht-Coach Slavomir Lukac. „Ein Punktgewinn wäre für uns hochverdient gewesen. Leider hat es am Ende nicht gereicht.“

Ähnlich sah es auch Tjorben Becker: „Es war ein Spiel auf hohem Niveau. Ein 3:3 wäre für die Braunschweiger schon verdient gewesen. Aber ich denke, nach unserer starken zweiten Halbzeit war dieser 4:3-Sieg am Ende auch nicht unverdient.“

Der JFV überwintert nun zwei Punkte hinter dem TSV Havelse, der allerdings bereits ein Spiel mehr bestritten hat, auf Rang zwei. (am)

Schiedsrichter: Keine Angabe – Zuschauer: k.A.
Tore: 2:0 Yoost Diezemann (23.), 2:1 Rudi Krivoscheev (32.), 3:2 Luka Papke (35.), 3:3 Luka Papke (70.), 3:4 Luca Pape (80. Foulelfmeter)

Quelle: Zevener Zeitung/FuPa