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U19: Mit Galerie und TV: Viel Lob vom Bundesliga-Spitzenreiter

A/O/Heeslingens U19 hält trotz der letztlich klaren 1:6-Pokalniederlage das Spiel 72 Minuten lang offen.

Die zweite Pokalsensation blieb aus: Die U19 des JFV A/O/Heeslingen verlor ihr Halbfinalspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:6 (1:2). Das Ergebnis hört sich mehr als deutlich an, aber hinter diesen bloßen Zahlen verbirgt sich eine ganz bravouröse Leistung des Gastgebers, der die Begegnung 70 Minuten lang relativ offen hielt.

„A/O/Heeslingen hat sehr engagiert gespielt, hat eine super Moral und eine hohe Mentalität gezeigt. Uns hat dieses Spiel Spaß gemacht und ich denke, dem JFV auch“, lobte VfL-Coach Henning Bürger die Gastgeber. Das Knaack-Team verlor ja auch nicht gegen irgendwen, sondern gegen eine der besten U19-Mannschaften der Bundesrepublik. „Da werden in der zweiten Halbzeit mal so eben zwei Junioren-Nationalspieler eingewechselt“, so JFV-Coach Klaas Knaack. „Kann man mal machen, habe ich da gedacht. Nee, da sieht man einfach, was für eine extrem hohe Qualität der Gegner hat. Im zweiten Abschnitt waren sie zwei Klassen besser als wir.“

Doch noch bis zur 72. Minute hielt das Knaack-Team hervorragend mit, durfte noch so ein bisschen an die zweite große Pokalsensation an diesem Pokalabend in Ahlerstedt glauben. Dabei hatte das Spiel aus Sicht der Gäste fast schon standesgemäß begonnen. Timon Burmeister – noch ein Juniorennationalspieler – hatte die jungen Wölfe früh in Führung gebracht (16.), Luca Friederichs per Kopfball wenig später auf 2:0 erhöht (33.). Es waren beides schön herausgespielte Tore.

Aber kurz vor der Pause kam dann der große Moment des Tarik Pepic. Nach einem nicht perfekten Befreiungsschlag von VfL-Keeper Niklas Wienhold kam der Ball zu Pepic und der zog aus gut 16 Metern sofort ab. Das Leder flatterte über Wienhold hinweg zum 1:2 ins Netz (42.). Es war – wie Mitspieler Matti Böhning es später nennen sollte – ein „Traumtor“. Ein Treffer, der Pepic eigentlich an die ZDF-Torwand bringen sollte.

Nur 1:2 zur Pause, der Traum von der Pokalsensation lebte also weiter und trieb die Knaack-Elf, die stark begann, im zweiten Abschnitt an. Aber in dieser Phase, in der die Begegnung vielleicht, aber auch nur vielleicht hätte kippen können, zeigten die Gäste ihre ganze Klasse. Der erst 16-jährige Manuel Polster, seines Zeichens österreichischer Junioren-Nationalspieler, erhöhte nach einem großartigen Zuspiel auf 3:1 (55.).

Die Gastgeber gaben sich aber nicht auf – ganz und gar nicht. „Wir haben versucht, nun noch früher anzulaufen“, erzählt Knaack. Aber dann schoss Timon Burmeister das entscheidende 4:1 in diesem Pokalfight (72.). „Für mich war es der Knackpunkt“, so Knaack. „Danach konnten wir nicht mehr nachlegen.“

Der zur Pause eingewechselte Ole Pohlmann erzielte auf geradezu spielerisch wunderbare Weise das 5:1 (76.). Nico Mai traf noch zum 6:1 (81.). „Bis zum 1:4 hat meine Mannschaft eine wirklich gute Leistung gezeigt, couragiert und diszipliniert gespielt“, lobte Knaack, dessen Team schon am Sonnabend um 14 Uhr zum nächsten Niedersachsenliga-Punktspiel in Cloppenburg aufläuft. (am)

JFV-Antreiber Tarik Pepic (links) erzielte das 1:2, das zumindest kurzzeitig noch einmal Hoffnung auf eine weitere Pokal-Überraschung schürte. Foto: Krause

Quelle: Zevener Zeitung / FuPa

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