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Ein weiterer Experte in der jungen Trainer-Armada

Heeslingen. Geschafft. Robin Cordes, Co-Trainer der U 17-Regionalliga-Kicker des JFV A/O/Heeslingen, hat die Prüfung zur DFB-Elite-Jugend-Lizenz bestanden. Die Ausbildung fand in der Sportschule des Hamburger Fußballverbandes statt. Mit dem erworbenen Diplom darf der 26-jährige Zevener, der selbst noch für Viktoria Oldendorf kickt, jetzt Junioren-Mannschaften bis zur Regionalliga trainieren.

Die B-Lizenz machte er im Frühjahr 2017, rutschte eher zufällig in den „Elite“-Lehrgang, der Ende August startete. „Ich hatte die Auflagen bereits im Vorfeld erfüllt, konnte den vakant gewordenen Platz besetzen. Das kam alles sehr überraschend“, bemerkte Robin Cordes, der unter DFB-Ausbilder Ralf Peter zunächst anspruchsvolle Themen im Grundlehrgang zu bewältigen hatte. Doch wie allseits bekannt, ging der 26-Jährige engagiert und konzentriert an die Aufgabe.

Ex-Profis sind mit dabei
„Der Lehrgang war mit 26 Spielern besetzt, darunter die Ex-Profis Boubacar Sanogo und Rafael Kazior“, so Cordes, der Ende September den Aufbau-Lehrgang machte. Anschließend folgte die Prüfung, die über zwei Tage ging. Dort musste der Verteidiger der SV Viktoria Oldendorf „liefern“. Soll heißen: Klausur, Lehrprobe auf dem Platz, der sich eine Nachbesprechung anschloss. „Dort ging es unter anderem um Selbst-Reflexion. Was ich zum Beispiel hätte anders oder besser machen können“, so Cordes.

Es folgte die mündliche Prüfung, in der anhand einer Video-Sequenz der U 21-Nationalmannschaft die Fehler im Abwehr- und Angriffs-Pressing mannschaftstaktisch genau analysiert werden mussten.

„Dort musste ich die Fehler aufzeigen und entsprechende Lösungen anbieten“, so Cordes, der aus der Nummer sehr gut heraus kam, und auch bei der Praxis-Vorführung eine souveräne Performance ablieferte. „Ich war sehr gut vorbereitet, habe mich gut gefühlt und den Part ohne Probleme abgeliefert.“ Im letzten Prüfungspunkt musste er die Fußballschuhe schnüren und die eigenen spielerischen Qualitäten aufzeigen.

„Das war spannend, denn ich habe gegen die Mannschaft der beiden Ex-Profis gespielt, die in der Offensive agierten. Doch das habe ich ganz gut hinbekommen“, so „Eisenfuß“ Cordes.

Der 26-jährige Bankbetriebswirt hat in seiner jungen Karriere beim JFV A/O/Heeslingen nur als Co-Trainer agiert, fühlte sich in der Funktion gut. Die Rolle in der U 17-Regionalliga an der Seite von Yannick Viol ist für ihn nach eigener Aussage lehrreich, einfach ein Wirken auf einem hohen Niveau. „Natürlich traue ich mir auch die Aufgabe als Cheftrainer zu. Das ist aber aktuell kein Thema“, so Robin Cordes gegenüber der ZEVENER ZEITUNG.

U17-Teammanager Andreas Kurth sieht Cordes als idealen Partner für Power-Trainer Yannick Viol. „Yannick ist der Vulkan an der Seitenlinie, Robin beobachtet und analysiert ganz genau. Die beiden ergänzen sich hervorragend“, so Kurth.

Vom A/O/H-Vorsitzenden Thorsten Meyer bekommt Cordes neben den Glückwünschen ebenfalls viel Lob. „Dass Robin die DFB-Elite-Jugend-Lizenz erworben hat, ist eine tolle Sache. Der Junge hat eine hohe Eigenmotivation, ist sehr zuverlässig, und damit haben wir einen weiteren Experten in unserer jungen Trainer-Armada“, sagte Meyer.