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Nicht richtig bei der Sache

Dass es eine gebrauchter Tag werden würde, ahnte Maximilian Dahlke bereits vor dem Anpfiff. „Die Truppe war beim Aufwärmen nicht mit dem Kopf bei der Sache. Das war im Spiel früh zu erkennen“, so der Co-Trainer, der nach nur einer Zeigerumdrehung das 0:1 notierte. Nach einem Pass in die Tiefe verteidigte Phil Sarrasch schlecht gegen Jones Oppong, der souverän zur Führung abschloss.

 

JFV A/O/Heeslingen U17 – JFV Nordwest 2:3
In der Folgezeit bestimmten die abstiegsgefährdeten Oldenburger die Richtung, hatten leichtes Spiel gegen eine indisponierte gegnerische Defensive. Das mögliche 2:0 vergab Stürmer Luca Liska, der ein Zuspiel von Vedat Atilgan freistehend übers Tor setzte (15.). Deutlich konsequenter zeigte sich Marvin Werna, der im Strafraum vier Gegner abschüttelte und Keeper Jakob Bertog keine Chance ließ (17.).

„Ich vermisse ein klares und strukturiertes Aufbauspiel, immer wieder verlieren wir leichtfertig den Ball“, so der verletzte Casper Oesterling, der vier Minuten später wieder Hoffnung schöpfte. Denn Stürmer Jan Friesen ließ nicht locker, erkämpfte sich am Strafraum gegen zwei Verteidiger die Kugel und passte auf Felix Poschmann, der auf 1:2 verkürzte.

Danach schien die Viol-Elf endlich im Spiel, hatte mehr Ballbesitz. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. Jan Friesen scheiterte nach einem Pass von Felix Poschmann knapp (31.). Die Gäste setzten auf Konter und trafen zum 3:1 (39.). Nach einem Ballgewinn lief das Umschaltspiel wie aus dem Lehrbuch und Werna erhöhte auf 3:1.

„Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt und absolute Torgefahr ausgestrahlt“, bemerkte Nordwest-Trainer Wolfgang Horn, dessen Truppe auch nach dem Wiederanpfiff des souveränen Referees Hidir Emen alles im Griff hatte. Die Gastgeber agierten ideenlos, spielten immer wieder hinten herum und ließen den Mut für den vertikalen Pass vermissen. Dennoch keimte erneut Hoffnung auf, als Poschmann auf 2:3 verkürzte (47.). Passgeber war Sarrasch, der sich bis zur Grundlinie durchtankte.

Doch der Anschlusstreffer änderte nur wenig. Immer wieder schafften es die Gäste, in die Schnittstellen der Abwehr zu spielen. Doch Liska und Willem Hoffrogge verpassten es, das Ergebnis auszubauen (60./69.). Die Aufholjagd des Aufsteigers blieb hingegen aus.

„Wir wollten in die Schnittstellen spielen. Der Plan ging auf und der Sieg war verdient“, freute sich Gästecoach Horn. „Das war ein gebrauchter Tag. Die Niederlage war verdient“, räumte auch A/O/H-Trainer Yannick Viol ein.